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The Scotch Single Malt
Circle, Auf der Hofreith 35, D-40489 Düsseldorf
11. Cöpenicker Whisky Herbst am 3 -4.09.10
www.whisky-herbst.de |
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Von Zeit zu Zeit benötigt jeder von uns einmal einen Ratschlag, Beratung, Hilfe oder Schutz. Wenn wir maximale Zufriedenheit erzielen wollen, benötigen wir jemanden, der uns die rechte Richtung zeigt. Lasst uns einige Beispiele nennen: Wenn ihr zum ersten Mal nach Berlin, Rom, Paris oder London fahren wollt, benötigt ihr sicherlich eine Busrundfahrt mit Führer, bei der ihr in zwei Stunden mehr lernt, als auf eigene Faust auf Entdeckungstour zu gehen. Euer Auto verbraucht zuviel Brandstoff … dann geht ihr zu eurem KFZ-Mechaniker! Und so könnte man viele Dinge nennen. Erinnert euch jedoch an die Worte Fide e Fiducia. Lasst Maggie und mich die rechte Richtung weisen! Unser Wissen über Whisky ist zwar begrenzt, aber wir wissen mehr als die meisten Menschen! Unser Ziel ist, eure Kenntnis vom Uisge Beatha und Euer Wissen über Whisky-Anerkennung zu erweitern. Gewohnheiten kommen und gehen. Einen wichtigen Richtungswechsel betrifft das Trinkglas. Es gibt einige Glasformen, die inzwischen zu jedem Haushalt gehören, wie z.B. für Champagne, den Römer, für Cognac, Burgunder, Bordeaux usw. Was das betrifft, hat die Whisky-Industrie bisher geschlafen und verpasst, ein richtiges 'Whiskyglas' zu kreieren. Die professionellen Taster und Blender stecken ihre Nasen in ein schmales, tulpenförmiges Glas (wie z.B. für Sherry), welches die Bouquets und Aromen festhält und steigert. Versucht es mal! Das lange Glas ist für den amerikanischen Markt geeignet, passend zu deren Vorliebe für Longdrinks, wodurch die ursprüngliche Eleganz verwässert wird. Die 'Tulpe' ist also gesellig zum torfartigen Duft! Jetzt habt ihr euer Glas gefüllt (hoffentlich nicht zu voll); der erste Betrachtungsschritt. Nehmt euch Zeit für die Würdigung des Körpers, den ihr haltet; haltet ihn in den schalenförmigen Händen und wärmt ihn mit der Hitze eurer Ungeduld. Das klassische schottische Wort ist "shoogle", was nun Aroma, Farbe und Geschmack einführt. Schnuppert nun und ihr werdet feststellen, wie empfindlich eure nasale Tüchtigkeit ist. Ihr werdet eurem Partner, der von einem Vanille-Aroma spricht, widersprechen. Ihr ruft: "Unsinn"! NIPPT noch einmal! Es gibt diverse regionale Nuancen, wie z.B. den schweren Highlander, den süsslichen, weicheren Lowlander und den starken, torfigen Islay. Jeder zu seiner Tageszeit. Wenn ihr zwischen 16.00 und 18.00 Uhr nach Hause kommt, empfehlen wir einen Glen Scotia oder einen Bladnoch. Dies also, bevor ihr eure Pantoffeln anzieht! Wenn ihr eurem Partner 'erklärt' habt, wie die charakteristische Pastasosse zubereitet werden muss, solltet ihr einen APERITIF nehmen … dürfen wir einen Glen Turret, Dailuaine oder Ledaig vorschlagen? Guten Appetit! Nach einem üppigen Mahl benötigt eurer Verdauungstrakt einen Digestif … was eignet sich besser als ein Glen Farclas, ein alter Caol Ila oder ein Caperdonich? Bevor ihr den Geist aufgebt, solltet ihr einen Lochside nippen. Ihr solltet eine Flasche mitnehmen, um St. Peter zu bestechen. Egal, welcher Religion ihr angehört - er wird euch goldene Tore öffnen!!! Vergesst nicht, "Peter" mitzuteilen, dass ein halber Teelöffel stilles Wasser unsere SINGLE MALTS verbessert. Dies fördert die Freisetzung einer Vielzahl Aromen. Sollte einer eurer Gäste noch keine Erfahrung mit Whisky haben, bietet ihm keinen torfigen Islay Whisky an. Er würde sich so ekeln, dass er niemals mehr Whisky trinken würde. Lasst uns zum Wort 'Sankt' zurückkehren und es mit Patrick verbinden. Wisst ihr, dass jeder zweite Junge in Irland Patrick oder Paddy genannt wird? Und sie sind so schlecht gebildet, dass sie irischen Whiskey trinken. Ob es nun stimmt oder nicht (einem Iren dürft ihr nie glauben), St. Patrick (Gott segne ihn) wird die erste Whisky-Destillerie im ca. 5. Jahrhundert gutgeschrieben. Die Iren sind wundervolle Menschen und es verbindet sie sogar etwas mit den Schotten … sie können die Engländer nicht leiden! Solltet ihr euch jedoch jemals in einem dörflichen Pub in Südirland befinden, müsst ihr laut und deutlich rufen, dass der irische Whiskey viel besser als der Schottische ist! Sie werden euch daraufhin den Whiskey spendieren, bis ihr ohne Hilfe nicht mehr zur Toilette gehen könnt! Versucht es mal! Wie bei allem im Leben gibt es verschiedene Anerkennungsstufen. Dies kann eine Lehre sein, die zu einem kenntnisreichen Level im Bereich des Kochens, Tischlerns oder antiken Malens führt. Übung macht den Meister! Bei unserer Einführung in den Weinkonsum wäre die normale Präferenz: weiss, lieblich und jung. Das erinnert mich an meine erste Liebe … wo mag sie nun wohl sein? Wir entwickeln uns durch die Zeit, Erfahrung und mehr Geld auf dem Konto. Gegenüber Menschen, die nicht dieselbe Gourmet-Ausbildung wie wir genossen haben, werden wir geringschätzig, selektiv und manchmal intolerant. Diese abgestuften Schritte beim Whiskykonsum haben wir von James McEwan gelernt, dem Destillerie-Manager von Bruichladdich auf Islay. Wer könnte uns besser beraten? In Schottland haben wir eine Redewendung: Wenn du dir etwas wünscht, musst du nicht mit Jesus, sondern mit Gott sprechen!!! An Folgendes solltet ihr euch während eines Tastings halten. Laut Jim ist dies der Leitfaden zum Tasting: Man kann den Whisky insofern vorzugsweise mit einem erstklassigen Chateau-Wein vergleichen, als beide grundlegende Eigenschaften haben, die ausgewertet werden können. Dies kann jedoch nur durch schrittweise intensive Anerkennung geschehen, und diese benötigt Zeit! SCHRITT 1: „Schoogle" ist ein schottischer Ausdruck und bedeutet das Schwenken des Glases, damit das Aroma freigesetzt wird. Der Geschmack begleitet die Bewegung und steigert sich dementsprechend!
SCHRITT 3: Die FARBE – woher stammt sie? Es gibt zwei Möglichkeiten: A) Künstlich oder B) Natürlich. Die Farbe kommt vom Fass: z.B. einem amerikanischen Bourbonfass oder Sherryfässern aus JEREZ. Ist es eine helle oder dunkle Farbe? SCHRITT 4: Schwenkt euer Glas im Winkel von 45º, bis der Whisky das Glas überall ‚benetzt’ hat. Haltet das Glas hoch und beobachtet die Geschwindigkeit der „Beine". SCHNELLES RINNEN = JUNGER Whisky LANGSAMES RINNEN = ALTER Whisky SCHRITT 5: Nehmt einen Sip und lasst ihn auf der gewölbten Zunge kreisen. Je nach Alter, Fass und Stärke nehmt ihr ein Tanzen, oder eine ruhige Ausbreitung der Aromen wahr.. SCHRITT 6: Experten werden euch versichern, dass eine „Note" stillen Wassers das Bukett eines erstklassigen SINGLE MALTS verbessert und bereichert. Aber wie sagen wir im schottischen Dialekt: „dinna douse it!", was soviel bedeutet wie ‚ertränkt ihn nicht’! SCHRITT 7: Es ist wie bei eurer ersten Liebe: Die Erinnerung lebt fort. So sollte es bei einem guten Malt sein! Der Nachgeschmack ergänzt den ersten Schluck! ‚BEINE’ sind die kleinen ‚Ströme’, die innerhalb des Glases rinnen: rinnen sie schnell, ist es ein junger Whisky; rinnen sie langsam, ist es ein alter Whisky! Allen Liebhabern des schottischen Lebenswassers empfehlen wir das Magazin GLOBO Heft 4. Ab Seite 88 gibt es einen interessanten und liebevollen Bericht unseres Mitgliedes und Chefredakteurs der Zeitschrift GLOBO, Peter Kanzler, über das Whiskymuseum in der Kyrburg. Sofern im Handel nicht mehr erhältlich kann das Heft über GLOBO Leserservice , ASV, Süderstr. 77, 20097 Hamburg, Tel. 040-2364 830 gegen 8.50 DM +2.20 DM Versandkosten bezogen werden. Die diesjährige Whiskymesse vom 30.03.-01.04.01 in Bonn haben wir auch besucht, und mitFreude in viele vertraute Gesichter geschaut. Weitere Veranstaltungen in diesem Jahr: 04.05.01-07.05.01 SPEYSIDE FESTIVAL. Hier wird Besuchern der Weg , in sonst selten zugängliche Distillen ,wie Speyburn oder Balvenie , frei gemacht. Höhepunkt wird das vom 25.05.01- 02.06.01 stattfindende ISLAY FESTIVAL sein. Tagsüber finden in allen Distillen Aktionen statt ,und am Abend kann das Tanzbein geschwungen werden. Wir werden dort sein,d.h. wir sind vom : 20.05.01- 10.06.01 leider nicht erreichbar. 23.-25.11.01 findet die INTERWHISKY im Interconti Hotel Frankfurt statt. Wir wünschen Euch eine schöne, bunte Osterzeit mit vielen warmen Frühlingstagen und grüssen froh: Lang may yer lum reek! Slainte,
Bill & Maggie |
Lang
may yer lum reek! (Lange möge Dein
Schornstein rauchen)
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